Wagenbauergruppe Nur Dubel um mi umme
Wagenbauergruppe Nur Dubel um mi umme

London anno dazumal - Dubel international

"Jeder erfolgreiche Wagenbauer sollte einmal in seinem Leben die Doppel-1 gewinnen." Hinter diese weisen Worte eines Wagenbauers des Club 83 können wir seit dem 27.02.2017 einen fetten Haken setzen. Doch von vorne:

Die Bausaison 2017 begann wie immer mit der Mottowahl im September des Vorjahres. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Unsterblichen zu ihrem 20-jährigen Jubiläum wohl etwas Großes auf die Beine stellen würden, fiel nach etlichen Diskussions- und Abstimmungsrunden die Entscheidung zum Thema London. Kaum war der Entschluss getroffen, begann auch bereits die Planungsphase des Hauptwagens und als erstes Bauprojekt wurde auch schon mit dem Bau einer, für London typischen, roten Telefonzelle begonnen. Als die ersten Pläne bereits fertig waren, konnten wir in einer geselligen Abendrunde den Tieflader der Gruppe "Jetzt kommt keine Gruppe" erwerben, da diese sich fortan etwas kleineren Projekten widmen wollten. Nur wenige Tage später entdeckten wir im Internet ein super Angebot für einen Anhänger, den wir als Beiwagen nutzen konnten. Gesehen, gekauft, geholt; mit nun drei Anhängern wurde der Platz allmählich knapp, sodass wir uns schweren Herzens dafür entschlossen, unseren alten Tieflader an die Nachwuchswagenbauer der "Dezimierten" zu verkaufen.

Planer Schupp's CAD-Fertigkeiten brachten eine 3D-Animation der Tower Bridge auf unserem neuen Tieflader hervor. Mit fertigem Holzplan konnte mühelos das Material bestellt und zugesägt werden. Um etwas vor dem Wetter geschützt zu sein, errichteten wir mit Hilfe des Teleskopladers von Felix Kech die Gerüstüberdachung, die wir bereits im Vorjahr hatten. Am ersten Bautag waren wir personell gut besetzt und konnten, Dank der guten Vorbereitung, die Brücke an nur einem Tag komplett errichten. Das Stauen der Auswertigen war dementsprechend groß; das Richtfest folgte noch am selben Abend. Am darauffolgenden Samstag wurden aufgrund des guten Wetters alle Leute zum streichen verdonnert, sodass der Bau innerhalb von drei Stunden zweimal komplett gestrichen werden konnte. Parallel zur Brücke wurde weiter an der Telfonzelle gebastelt und auf dem kleineren Anhänger begonnen eine Königskutsche zu bauen. Aufgrund der vielen Detailarbeiten gerieten wir trotz der guten Vorbereitung in den letzten beiden Wochen vor Fasnacht unter Zeitdruck. Als am Fasnachtssamstag gegen Mittag dann alle Bauten soweit fertig waren und die Show einstudiert war, halfen wir unseren Kollegen der "Dezimierten" aus, die ebenfalls unter Zeitdruck standen. Bei schönstem Wetter konnten wir gegen 16:00 Uhr die Sachen packen und bei der Tour durchs Dorf sehen, was die anderen Wagenbauergruppen so alles auf die Beine gestellt hatten. Es versprach ein sehr interessanter Umzug mit einem spannenden Ausgang zu werden.

Auch 2017 spielte der Wettergott mit; bei gutem Wetter war der Umzug so gut besucht, wie lange nicht mehr.

Die Reihenfolge der Prämierung verlief exakt identisch mit der von 2016 (2016<->2017). Mit knappen 15 Punkten Vorsprung und unter grölendem Jubel konnten wir zum dritten Mal den ersten Platz feiern. Noch in der selben Nacht wurde die Werkstatt und die Traktorverkleidung mit dem dritten Siegesstern geschmückt. An der Jubiläumsparty der Unsterblichen konnten wir es dann richtig krachen lassen.

Mit gewissen Verschleißerscheinungen aber voller Glück ging es dann am Montag in die zweite Runde nach Schluchsee. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es hier keinen Regen, sondern stralenden Sonnenschein. Aufgrund der Höhe fuhren alle Wägen durch die Würze und die Schwand zum Sammelplatz, da keiner unter der Ampel hindurch passte. Mit insgesamt elf Wägen aus der Umgebung von Schluchsee war auch dieser Umzug in diesem Jahr sehr gut besucht. Einen bitteren Beigeschmack musste der Club 83 hinnehmen, denen auf der Hinfahrt in Seebrugg zwei Reifen platzten und sie den Wagen daraufhin stehenlassen mussten. Nichtsdestotrotz traten sie lediglich mit ihrem Traktor, die in eine Lokomotive umgebaut war, am Umzug an. Hiervor zollten alle einen großen Respekt! Trotz des schwerwiegenden Ausfalls konnte auch in diesem Jahr das Treppchen wieder nach Häusern geholt werden. Die Dezimierten feierten ihren ersten Podiumserfolg wie wir anno 2011. Hierzu auch von unserer Seite herzlichen Glückwunsch! Auf Platz zwei landeten die Jubiläre der Unsterblichen und Nur Dubel um mi umme konnte mit dem ersten Platz eine sensationelle Fasnacht 2017 abschließen.

 

Wir freuen uns schon wieder auf die Fasnacht 2018, bei der wir die Bauphase dann getrost etwas ruhiger angehen lassen können.

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© Bastian Schlageter